
Pferd & Mensch | º Hier bestellen
„Wenn ich ihn reite, so schwebe ich in Lüften, ich bin ein Falke, er trabt auf
der Luft, die Erde singt, wenn er sie berührt; das schlechteste Horn seines
Hufes ist musikalischer als die Pfeife des Hermes.”
(William Shakespeare, Heinrich V)
Wer rund um den Globus nach des Pferdes Bedeutung für den Menschen
forscht, stößt allerorten auf die Erkenntnis: Ohne das Pferd wäre der
Mensch nichts. Oder zumindest nichts geworden...
Auf seinen Reisen um die Welt begegnet Florian Wagner immer wieder demselben historischen Phänomen: der kulturellen Prägung des Menschen durch das Pferd. Fragt man einen Araber nach seinem größten Schatz, so ist das sein Falke, sein Kamel oder sein Pferd. Den Indianern Amerikas wurde alles genommen, Kultur, Land, Identität. Die Pferde hat man ihnen gelassen. Heute pflegen sie die Traditionen des Muts und der Reitkunst, wenn sie beim Omak Suicide Race die Abhänge herunterrasen. Die Nomaden in der Mongolei leben mit ihren drahtigen Ponys, auf denen sie in den unendlichen Weiten ihrer Heimat die Adler zum Jagen tragen. In den USA erweist sich ein riskantes Projekt als soziale Sensation: Mörder, Kinderschänder und Drogendealer müssen zur Resozialisierung auf einer Ranch wilde Mustangs einreiten, die vorher mit Hubschraubern gefangen werden. Nicht selten weinen diese Männer, wenn sie „ihre“ Pferde nach Abschluss des Programms abgeben müssen, weil sie zum ersten Mal in ihrem von Gewalt bestimmten Leben Wärme und Zuneigung von einem Lebewesen erfahren haben. Florian Wagner fasste seine Pferde-Studien zu der eindrucksvollen Compilation „PFERD & MENSCH“ zusammen – Die Geschichte einer außergewöhnlichen Beziehung.





